HWK Cottbus

Handwerksbetrieb aus Sellessen feiert 100 JahreNoack prägt seit einem Jahrhundert den Ort

Seit dem 1. April 1925 gibt es in Sellessen (Spree-Neiße) den Holzspezialisten Noack. Viel hat sich in den 100 Jahren verändert. Geblieben sind die Liebe und die Leidenschaft für Holz.

So viele Waldflächen Brandenburg auch hat – beim Wohnungsneubau mit Holz liegt das Bundesland bundesweit auf den hinteren Plätzen (siehe Grafik in Bildergalerie). Unter diesen bescheidenen Rahmenbedingungen behauptet sich der Spezialist Gebrüder Noack seit nunmehr 100 Jahren.

Die Zimmerei (17 Mitarbeiter und 2 Lehrlinge) betreibt ein eigenes Sägewerk, eine eigene Holzbau- und Holzhausabteilung und einen eigenen Holzfachmarkt (6 Mitarbeiter). »Es hilft uns, dass wir so breit aufgestellt«, sagt Heiko Noack. »Hätten wir uns nur auf den Eigenheimbau spezialisiert, wären wir wahrscheinlich nicht mehr am Markt.«

Gemeinsam mit seinem Bruder Andre (47, Zimmerermeister) führt der Dipl.-Ing. (50) das Unternehmen in vierter Generation. 2022 übernahmen die beiden den Handwerksbetrieb von Klaus Dieter und Siegmar Noack.

Das Firmengelände und der Maschinenpark sind imposant. Der Leistungsumfang des Unternehmens ist es ebenso. »Wir bauen Holzhäuser schlüsselfertig in Vollholz-, Blockbohlen-, Holzrahmen-, Holzskelett oder Fachwerkbauweise«, beschreibt Andre Noack. Dabei reicht die Palette vom individuell geplanten Wohnhaus bis zu öffentlichen Gebäuden und urbanen Geschossbauten. Im Abbundzentrum werden Nagelplattenbinder, Dachstühle, Carports und Terrassenüberdachungen gefertigt. Im Sägewerk realisieren wir Auftragsarbeiten und noch vieles mehr.



Hohe Energiekosten

Im Mittelpunkt allen Handels steht das Thema Nachhaltigkeit. Das Holz wird weitgehend von Wäldern aus dem regionalen Umfeld, überwiegend aus Brandenburg und Sachsen bezogen. Mit einem eigenen Blockheizkraftwerk und einer PV-Anlage deckt der Handwerksbetrieb seinen Energiebedarf zu 70 Prozent. »Dennoch haben wir eine monatliche Stromrechnung im mittleren vierstelligen Bereich«, sagt Andre Noack. Ohne das BHKW wäre es fatal. Wenn alle Maschinen des Unternehmens arbeiten, kommt eine Leistung von 320 KW zusammen. In Spitze sogar rund 400 KW. Da sind die Preise für Energie ein gewaltiger Kostenblock.

Die eingebrochene Konjunktur im Eigenheimbau bekam auch der Spremberger Betrieb zu spüren. Die Auftragslage war recht überschaubar, heißt es. Für dieses Jahr sieht es wieder besser aus. Die Nachfrage steigt. Andre Noack, der bereits mit 21 Jahren sein erstes Blockhaus gebaut hat, sieht noch großes Potenzial im mehrgeschossigen Bau, in thermischer Fassadensanierung sowie Aufstockungen. Auch da könnte viel mehr die Holzbauweise zum Tragen kommen. »Wir jedenfalls stehen bereit. Mit unserem Wissen und unserem Maschinenpark können wir fast jeden Kundenwunsch erfüllen.«



Im Rahmen der "Das bewegt Tour" überbrachten HWK-Präsidentin Corina Reifenstein und Hauptgeschäftsführerin Manja Bonin die Jubiläumsurkunde. Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier war ebenfalls zum Gratulieren gekommen.



Chronik



HWK Cottbus



- Richard Noack gründete 1924 in Sellessen bei Spremberg zunächst eine Zimmerei und erbaut später auch das Sägewerk.

- 1970 führt Helmut Noack den väterlichen Betrieb weiterhin als privates Unternehmen durch die Planwirtschaft der DDR.

- ab 1986 führen die Brüder Klaus-Dieter und Siegmar Noack das Unternehmen und haben nach der Wende 1989 mit dem Aufbau eines neuen Sägewerks und der Eröffnung des Holzfachmarktes 1990 den Weg für die heutigen Strukturen gelegt

- die Brüder Andre und Heiko Noack übernehmen 2022 den Handwerksbetrieb



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