
HWK ehrt 20 Jugendliche für Erfolge bei Deutscher MeisterschaftAuszeichnung für talentierten Handwerkernachwuchs
Handwerker sind stolz auf ihr Können. Ihre Fähigkeiten stellen sie nicht nur täglich bei der Arbeit unter Beweis. 20 Junghandwerker aus Südbrandenburg haben im Oktober an dem europaweit einzigartigen Wettbewerb „Deutsche Meisterschaft im Handwerk - German Craft Skills“ teilgenommen.
Das beste Ergebnis erzielte Jakob Willi Kalz aus Königs Wusterhausen als zweitbester Metallbauer Deutschlands in der Fachrichtung Konstruktionstechnik. HWK-Präsidentin Corina Reifenstein und Hauptgeschäftsführerin Manja Bonin ehrten alle Ausnahmetalente des Wettbewerbs.
Voraussetzung zur Teilnahme an den German Craft Skills war, die Berufsausbildung mit dem besten Gesellenabschluss abzuschließen, den Landeswettbewerb zu gewinnen oder sogar im Bundeswettbewerb zu überzeugen.
Die besten Nachwuchshandwerker Brandenburgs in diesem Jahr kommen aus den Berufen: Elektroniker, Steinmetz- und Steinbildhau-er, Straßenbauer, Bäcker, Brunnenbauer, Schornsteinfeger, Technischer Systemplaner, Gebäudereiniger, Metallbauer und Dachdecker.
Jakob Willi Kalz aus Königs Wusterhausen hat es sogar noch eine Stufe weiter geschafft. Er wurde zweiter Bundessieger. „Die Wettbewerbsteilnehmer waren alle hoch motiviert, allesamt Landessieger aus verschiedenen Bundesländern. Allein in meiner Fachrichtung Konstruktionstechnik traten 14 Jugendliche gegeneinander an. Die siebenstündige Aufgabe forderte mein ganzes Können. Vom Aluminium-Flachstahl, in den Langlöcher gebohrt und gefeilt werden mussten, über Schweißverfahren, die es anzuwenden galt. Oder die Blechbearbeitung mit Sägen und Biegen, um einen Winkelstahl nach vorgegebenem Radius zu liefern. Bei allem saß mir die Zeit im Nacken. Es ist eben die hohe Kunst, trotz Zeitdruck präzise und genau zu arbeiten“, beschreibt der 21-jährige Metallbauer Jakob Willi Kalz seine Wettbewerbssituation in Northeim (Niedersachsen).
Corina Reifenstein ergänzt: „Diese Kammer-, Landes- oder Bundessieger sind die Fachkräfte, die wir für unsere Zukunft dringend brauchen. Sie haben das Leistungsvermögen und die Fähigkeiten, Führungsaufgaben zu übernehmen. Ich bin sehr stolz auf diese Leistungen aus dem Süden Brandenburgs. Nutzen sie die positive Energie ihres Wettbewerbserfolges.“
Hintergrund
Wer unter 25 Jahre alt ist und bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk überregional unter die ersten drei gekommen ist, kann sich bei der Handwerkskammer Cottbus für ein Weiterbildungsstipendium der „Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung“ bewerben. Mit bis zu 8.100 Euro fördert das Stipendium berufliche Weiterbildungen, zum Beispiel zum Meister, über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren.
hwk-cottbus.de/begabtenfoerderung